KASSANDRA von Stefan Schroeder.
Die unerhörte Kassandra. Sie sieht. Sie spricht. Sie behält recht. Niemand glaubt ihr.
Weil sie die Zukunft kennt? Weil sie eine Frau ist? Weil ihre Wahrheit unerträglich scheint?
Troja ist längst kein Ort mehr. Troja ist eine Methode: Warnungen werden gehört, registriert, archiviert und ignoriert. Das Stück bewegt sich zwischen Mythos und Gegenwart, zwischen Diagnose und Entwurf. Es fragt nicht, ob die Zukunft feststeht, sondern wer sie erzählt. Und warum wir uns das Ende der Welt oft leichter vorstellen können als eine bessere.
Eine Erzählung über Kassandra, die Seherin, die nicht an ihrer Gabe scheitert, sondern am Zuhören der anderen. Über Apollon und Agamemnon und über die Möglichkeit, dass Zukunft dort beginnt, wo wir aufhören, sie ausschließlich als Katastrophe zu denken. Zehn Stimmen. Ein Monolog. Eine Stimme wird viele. Viele werden eine. Sie verlieren sich, widersprechen sich, sie ringen miteinander und werden zu einer kraftvollen Vielstimmigkeit.
Es spielt das Projekt T
Mit: Kathrin Reinartz, Mia Lohmann, Lari Hoffmeyer, Matthias Peters, Manuela Ott, Viola Hilbing, Ruth Kaiser, Alexandra Kockelmann, Dorothee Bitdinger, Jasmina Cosic.
Regie & Projektleitung: Eva Hevicke; Licht und technische Unterstützung: David Toral; Ton: Lina Sinzinger; Stimmcoaching: Noëlle Baier
Im Projekt T spielen zehn Menschen, die für die wöchentlichen Proben oft nahtlos aus ihrem Berufsalltag in die Theaterarbeit wechseln. Was sie verbindet, ist der Wunsch, sich auf der Bühne auszudrücken, eigene Perspektiven einzubringen und sich mit ihren Inszenierungen einzumischen.
Projekt T erzählt Geschichten, die für die Spielenden bedeutsam sind. Hinter jeder Szene steht deshalb ein intensiver Prozess des Ringens, Suchens und gemeinsamen Verständigens. Eine Form der Begegnung mit sich selbst und mit den anderen.
Die Gruppe wird von Regisseurin und Theaterpädagogin Eva Hevicke geleitet und gehört zu den Amateur-Projektgruppen im THEATRO, die sich intensiv mit Schauspielarbeit, zeitgenössischen Theaterformen und der Entwicklung eigener Bühnenprojekte auseinandersetzen. Als Ensemble versteht sich Projekt T als offen und partizipativ.
In Kooperation mit dem Kulturbunker Köln-Mülheim. Aufführungsrechte: Bühnenverlag Weitendorf
//Vorstellungen: 7. und 8.11., jeweils um 19.30 Uhr.
// Dauer: voraussichtlich 1,5 Stunden
// Tickets unter https://theatro-koeln.de/veranstaltungen/




