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FMN 2021 – LESS REALITY! ELAINE MITCHENER

18. November 19:30 - 21:30

FMN 2021 – LESS REALITY!

ELAINE MITCHENER

the then + the now = now time (2019)

In Zeiten anhaltender pandemischer Einschränkungen beschäftigt sich FMN 2021 mit erweiterten Produktions- und Präsentationsmöglichkeiten und mischt daher Konzert- und Hybrid-Formate. Mit LESS REALITY! präsentiert FMN 2021 eine Festivalausgabe, die gesellschaftspolitisch relevante Themen aufgreift und deren musikalisch-performative Umsetzungen sowohl in zwei sehr eigenwilligen Bühnenperformances als auch in exzentrischen digitalen Formaten präsentiert.

 

Elaine Mitchener, Vocals & Konzept

Dam Van Huynh, Regie und Choreografie

Antony Hateley, Lichtdesign

Michael Picknett, Beleuchtung

Tommaso Petrolo, Choreografieassistenz

 

In ihrer Solo-Vocal-Movement-Performance befasst sich die in London lebende Komponistin und Stimmenarchitektin Elaine Mitchener mit ihrer afro-karibisch-europäischen Identität und dem Erinnern. „the then + the now = now time“ ist ein künstlerischer Versuch, die Vergangenheit zu politisieren, indem Zeit und Raum mithilfe von Musik und Bewegung aufgelöst und aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Mitcheners Arbeit reflektiert verschiedene Daseinszustände und ist durchdrungen vom Bewusstsein vergangener und gegenwärtiger Formen der Diskriminierung, postkolonialer Wunden und ihrer Auswirkungen auf die Menschheit. Mitchener liefert keine Antworten, sondern führt die Zuschauer*innen vielmehr durch eine surrealistische Collage aus Lebensereignissen und meditativen Momenten. Sie verarbeitet ihre Themen stets in exzentrischen Kombinationen aus stimmlicher Akrobatik, Mimik, Gestik und Choreografie aus Bildern, Licht und Texten von zumeist afrikanischen und afrokaribischen Autorinnen. Dabei entspringt der Gesang ihrer Körperlichkeit als Darstellerin und ihre Bewegungen gehorchen umgekehrt der Stimme. So entstehen minutiös durchkuratierte Gesamtkunstwerke.

„the then + the now = now time“ ist ein Auftragswerk Maerzmusik – Festival für Zeitfragen (2019)

BIO

Elaine Mitchener wurde in Ost-London als Kind jamaikanischer Eltern geboren. Die zeitgenössische Künstlerin und Komponistin für Vokalsätze hat mit Künstlern wie Moor Mother, Mark Padmore, The Otolith Group, Sonia Boyce, David Toop, Tansy Davies, Van Huynh Co, Irvine Arditti, Apartment House, London Sinfonietta, Steve Beresford, Christian Marclay, Phil Minton, George E. Lewis, Jason Yarde und Alexander Hawkins zusammengearbeitet. Sie ist Mitbegründerin der experimentellen Jazzgruppe Hawkins/Mitchener Quartet, Gründerin des elektro-akustischen Trios The Rolling Calf und Sängerin des Ensembles Apartment House. Ihre Performances wurden u.a. im Bimhuis in Amsterdam, im Londoner CAFE oto, bei der Biennale in Venedig, beim Institute of Contemporary Arts und im Southbank Centre in London, bei MaerzMusik – Festival für Zeitfragen in Berlin und beim London Contemporary Music Festival gezeigt.

 

Über FRAU MUSICA NOVA allgemein

FMN (FRAU MUSICA NOVA) präsentiert zukunftsweisende Komponist*innen, Performer*innen und Interpret*innen, die mit ihrer künstlerischen Sprache eine Konfrontation mit Gegenwart und Gegenwärtigem evozieren. Im Mittelpunkt steht dabei der experimentelle Umgang mit Musik sowie ihre Wechselwirkung mit Medien, Performance und Theatralität.

 

FMN lotet Grenzen aus, erweitert kontinuierlich das Spektrum transmedialer Produktionen und spricht sich für die Überwindung der Grenzen von Genre und Gender aus. Zudem steht FMN für die Öffnung des Genres „Zeitgenössisches Musik-Festival“ hin zu einer offenen Begegnungsplattform der Künste.

Deutschlands traditionsreiches Komponistinnen-Festival wurde 1997 von der Musikjournalistin Gisela Gronemeyer und der Pianistin Deborah Richards gegründet. 2013 übernahm die Komponistin Brigitta Muntendorf mit dem Ensemble Garage die künstlerische Leitung und begann, der Konzertreihe ein neues Gesicht zu geben. Seit 2020 hat FMN eine künstlerische Doppelspitze bestehend aus Brigitta Muntendorf sowie der Dramaturgin und Produzentin Beate Schüler. Ihr gemeinsamer Fokus liegt auf dem Schaffen von Komponist*innen und Interpret*innen, die Gegenwartsmusik transmedial, interkulturell und genrebefreit als ein Experiment an Grenzen verstehen.

Zeit seines Bestehens ist FMN eng mit dem Deutschlandfunk verbunden. Alle Konzerte werden aufgenommen, produziert und im Anschluss kommentiert im Programm des Deutschlandfunks gesendet. Darüber hinaus entwickelt FMN in Kooperation mit anderen Festivals und Institutionen wie z. B. dem Heroines of Sound Festival, dem HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, dem Taschenopernfestival Salzburg, dem Theater im Revier, der Hochschule Macromedia oder der Kunsthochschule für Medien Köln ein wichtiges und zukunftsweisendes Netzwerk, um das Schaffen ausgewählter aktueller Künstler*innen zu verbreiten.

 

Bei uns gilt die 3G-Regel: getestet, geimpft, genesen!

Bitte informiert euch im Vorfeld der Veranstaltung über mögliche Aktualisierungen der geltenden Regeln. Die aktuellen Regeln bei unseren Veranstaltungen findet Ihr hier!

Details

Datum:
18. November
Zeit:
19:30 - 21:30
Veranstaltungskategorie:
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